Ferienhort/HLW Ried am Wolfgangsee

GENERALSANIERUNG 2009/2010

Die mutige Konstruktion aus den Anfängen des Stahlbetonbauens konnte durch sachkundige konstruktive Maßnahmen für die weiteren Nutzungsjahrzehnte ertüchtigt werden. Durch eine glückliche Fügung konnte der erfahrene Statiker Dipl. Ing. Reichl entsprechende historische Normen auftreiben, die den statischen Nachweis für die Standfestigkeit und die Brandschutzqualifikation für dieses historische Stahlbetongebäude erbrachte.

Der Denkmalschutz hat darüber gewacht und so konnten die Stiegenhäuser als auch die freistehenden Stützen historisch restauriert freigestellt werden. Die Bauetappen mit den aktuellen Einbauten bleiben jeweils ablesbar.

Eine besondere Herausforderung waren die Gaupen im 2. Obergeschoß. Mehrere Versuche an Mustergaupen brachten schließlich das  bauphysikalische und optische Ergebnis, das nun eigentlich ganz selbstverständlich erscheint.

Die Dachgeschoßisolierung mit dem neuen Kupferdach konnte ebenso bauphysikalisch richtig untergebracht werden, sodass das historische Erscheinungsbild erhalten blieb. Die oxidierte Farbe des Kupfers bildet nun mit dem Dach des Mehrzwecksaales eine harmonische Einheit.

Das gesamte Objekt ist bereits heute im Hinblick auf das Jahr 2015 der ÖNORN B 1600 behindertengerecht adaptiert worden.

Ferienhort/HLW Ried am Wolfgangsee

ERWEITERUNG- AUFSTOCKUNG- UMBAU 2003/2004

Der Ferienhort mit HLW Ried am Wolfgangsee in seinen Ursprüngen aus dem Jahr 1910/11 als Ferienhort errichtet ist seit 1948 überlagert mit der Funktion des Schulbetriebes einer HLW.
Die Überlagerung des Schulbetriebes für 10 Monate in denselben Räumen wie der Ferienhort mit 2 Monate waren grundsätzlich vorerst voneinander zu trennen, der eigentlichen Nutzung die Wertigkeit zuzuordnen.
Der Erschließungsgang im Anschluss an den Altbestand wurde auf das Minimum transparent ausgelegt, sodass der Altbestand durch den Gebäudeanschluss des Neubaus in seiner eigenständigen Wirkung nicht beeinträchtigt wird, ein Grundsatz im Umgang mit Altsubstanzen, die bereits eine historische Eigenständigkeit erlangt haben, wie es hier der Fall ist.
Die Klassenzimmer, im ersten Stock aufgesetzt, erschlossen durch einen zentralen Gang, der sich peristaltisch zum Pausenraum erweitert, endet in einer Arena im Hang, im Freien eingebettet. Die Einbeziehung des Freiraumes drängte sich durch die Geländesituation förmlich auf. Eine Arena für Pause, Freiluftklasse oder Veranstaltungen wurde aus dem Hang geformt.

Es galt nun eine professionelle Küchenorganisation, mit einer übersichtlichen An- und Ablieferung zu schaffen. Der tangentiale Funktionsgang zu den Lehrküchen bringt die Abläufe einer professionellen Küche nahe. Die Nachteile des Bestandes konnten durch gezielte Oberlichtführungen im dunklen Zentralbereich aufgehoben werden, ebenso bringen Oberlichten an der Decke weitere Verbesserungen bei der Belichtung.