CPC Linzergasse, Salzburg

Seit 1408 wird das Objekt Linzergasse 17-19 urkundlich mit wechselnden Besitzern erwähnt

1818 wurde das Bergerbräu infolge eines Stadtbrandes schwer beschädigt. Die Hauptmauern konnten erhalten werden, alle anderen Bauteile wurden neu errichtet.

1912 erfolgte der Neubau des ersten Centralkinos im Objekt Linzergasse 17, das vormals Bergerbräu hieß.

1928 konnten die Salzburger erstmals im Centralkino  Tonfilme der ersten Stunde bewundern

1944 - Am 11. und 22. November zerstörten die Bomben der Alliierten das Gebäude Linzergasse 19 gänzlich und Linzergasse 17 teilweise.

1946 wurde der gesamte Komplex abgetragen und der Neubau begann. Bei den Bauarbeiten wurde altes Mauerwerk sowie Bauteile aus Untersberger Marmor gefunden. Der Fund erwies sich als dreischiffiger basilikarer Bau, dessen Westende an der Bergstrasse (ebenfalls alte Römerstrasse) steht. Darunter fand man älteste römische Kulturgeschichte aus dem 1. Jahrhundert nach Christus. Aufgrund der archäologischen Funde wurde der Neubau nach den Plänen des Salzburger Architekten Hawranek eingestellt und erst

1956/1957 unter Einbeziehung des zerstörten Cafe Karrer fertig gestellt. Während des Baustillstandes durch die archäologischen Grabungen führte man in der Ruine ein Weinlokal mit Billiard. Zusammen mit der gegenüber auf der Bergstrasse 1 befindlichen „American Bar“ von Schneider Joe war dies ein beliebter  Treffpunkt der amerikanischen Besatzungssoldaten.

1957 - Das neue Centralkino startete in der Blütezeit des Österreichischen Filmes, auch in Parsch pflegte man in den „DÜRER STUDIOS“ Salzburger Filmszene: Waltraud Haas, Hans Moser, Oscar Sima, Günter Philipp bis zu Peter Alexander hatten ihre Premieren im Centralkino.

1998 - Fernsehen und große Kinocenter am Stadtrand brachten das Aus für das Centralkino, das zentrale Kino der rechten Stadthälfte – Neustadt. Eine Baubewilligung für ein kleines Einkaufszentrum wurde erwirkt. Der Kinosaal erhält 3 Ebenen als Verkaufsfläche. Es sollte das Schicksal des Hauses sein, mit dem Bau des Einkaufszentrums wurde wieder später begonnen.

1998-2010 - Das Mozarteum nutzte den großen Kinosaal für seine Schauspielschüler als Probebühne, den kleinen im Keller für Kulturveranstaltungen.

2009 erwarb die IBT das gesamte Objekt , weiters konnte das Objekt Bergstrasse 2A und das Erdgeschoss Bergstrasse 4 dazugekauft werden. Eine großzügige Planung konnte nun stattfinden. In den Häusern Bergstrasse 2A und Bergstrasse 4 konnten die Funktionsräume für die Handelsbetriebe eingeplant werden. Darüber entstanden hochwertige Altstadtwohnungen. Die Altstadtkommission legte den Feststellungsbescheid der besonderen Lage besonders streng aus und entschied, dass sich in der neueren Struktur und an der Fassade nichts ändern dürfe. Das Objekt wurde von Einbauten befreit, die Fassade erhalten und unter hohen bauphysikalischem Aufwand aufgebaut. Die Fassade erscheint nun in Form und Farbe exakt gleich dem Neubau aus dem Jahre 1956/1057.